Mittwoch, 21. Oktober 2026

Baufortschritt im PV-Park Schönwohld (SOLVENTUS)

Auf der baurechtlich privilegierten Fläche an der A210 entsteht der erste Abschnitt eines insgesamt 19 MW großen PV-Parks. Die Installation des Speichers steht kurz bevor.

In Schönwohld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) nahe Kiel haben Ende April die Tiefbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt des PV-Parks Schönwohld begonnen. Auf der baurechtlich privilegierten Fläche an der A210 entsteht der erste Abschnitt  (6,4 MW) eines insgesamt 19 MW großen PV-Parks. Die Errichtung der Photovoltaikanlage ist weit fortgeschritten. Auch die Arbeiten an der elektrischen Infrastruktur befinden sich in der entscheidenden Phase.

Die Projektentwicklung des SOLVENTUS-Projekts erfolgte gemeinsam durch Stadtwerke Kiel und getproject.

Die Bauzeit erstreckt sich voraussichtlich bis Dezember 2027. In einem ersten Schritt werden die PV-Anlage sowie die elektrotechnischen Komponenten errichtet. Anschließend folgt die Integration moderner Batteriespeicher. Im September wurden auf einem Areal von etwa 4,5 ha die Photovoltaikmodule auf der bereits errichteten Unterkonstruktion montiert und verkabelt. Mitte August wurden die zur Umwandlung des Gleich- in Wechselstrom erforderlichen Zentralwechselrichter angeliefert und installiert. Parallel zur Modulmontage fanden die Fundamentarbeiten für die im November erwarteten Batteriespeicher statt.

Mit diesen steht ein besonderer Meilenstein bevor: die Installation eines modernen, hocheffizienten Batteriespeichers. Das System auf Basis der Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) soll künftig nicht nur Solarstrom zwischenspeichern, sondern auch Strom aus dem öffentlichen Netz aufnehmen und bedarfsgerecht wieder einspeisen können. Eine besondere Herausforderung ist dabei die intelligente Verknüpfung von Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Netzanschluss. Komplexe Mess- und Steuerungskonzepte ermöglichen künftig einen flexiblen Betrieb beider Anlagen. Besonders anspruchsvoll ist die elektrotechnische, messtechnische und technische Integration der Speicher in das Gesamtsystem. Die Kombination aus großskaliger Photovoltaik und netzdienlichem Speicherbetrieb gilt weiterhin als technologisch herausfordernd und erfordert komplexe Steuerungs- und Netzanschlusskonzepte.

Im PV-Park werden moderne bifaziale TOPCon-Photovoltaikmodule eingesetzt, die neben direkter Sonneneinstrahlung auch reflektiertes Licht zur Stromerzeugung nutzen.

In den kommenden Wochen stehen die Installation der Speichertechnik, abschließende elektrotechnische Arbeiten und die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme im Mittelpunkt.

Die Realisierung erfolgt gemeinsam mit regionalen Unternehmen, unter anderem mit SOLprime Power Systems GmbH aus Kiel und IP-EE aus Haselund. Der erzeugte Strom wird direkt in das Netz der Stadtwerke Kiel AG eingespeist.

Foto: Lutz Ahmels

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