Mitteilung vom: 11.03.2010
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Mobile Bioenergie-Demonstrationsanlage PROGRASS nimmt Betrieb auf

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Kieler Unternehmen Bi.En hat Bioenergie-Anlage für die Uni Kassel gebaut

(Lauterbach-Hessen / Kiel) - Die Demonstrationsanlage PROGRASS kann Biomasse von unter Naturschutz stehenden Grünflächen zur Energiegewinnung nutzen. Sie wird am 9. März in Lauterbach im Vogelsbergkreis eingeweiht und ist Teil des Forschungs- und Demonstrationsprojektes PROGRASS, das von der Universität Kassel koordiniert und in drei europäischen Regionen in Deutschland, Wales und Estland durchgeführt wird.

Die 100prozentige Tochtergesellschaft des Kieler Unternehmens GETproject GmbH & Co. KG  „Bi.En GmbH & Co. KG“ hatte im Februar die Bioenergie-Demonstrationsanlage an die Uni Kassel ausgeliefert. Die mobile Anlage war am 19. Februar 2010 auf dem „Sonnenhof“ im Lauterbacher Stadtteil Frischborn eingetroffen.

Heute wird die PROGRASS-Anlage auf dem Sonnenhof in Lauterbach in Hessen im Rahmen einer Veranstaltung mit geladenen Gästen ihren Betrieb aufnehmen.

Anwesend sein werden unter anderem Birgit Hofmann vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV), der Landrat des Vogelsbergkreises, Rudolf Marx, Prof. Dr. Wachendorf von der Universität Kassel und sein europäisches Projektteam sowie Geschäftsführer Per Lind und Projektleiter Johann Götz von GETproject und andere Projektpartner. Zudem werden weitere Repräsentanten aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung erwartet. Prof. Wachendorf wird das Projekt vorstellen und eine anschließende Besichtigung der Anlage vornehmen.

Die PROGRASS-Anlage ist eine mobile Anlage, die Biomasse von unter Naturschutz stehenden Grünflächen zur Energiegewinnung nutzen kann. Die Anlage soll die Machbarkeit des sogenannten IFBB-Verfahrens (Integrierte Festbrennstoff- und Biogasproduktion aus Biomasse) in den nächsten zwei Jahren an drei verschiedenen Standorten in Europa (Vogelsbergkreis in Hessen/Deutschland, Middle Ceredigion/Wales und Tartu/Estland) demonstrieren.

Für das Demonstrationsverfahren hatte sich die Universität Kassel erfolgreich um eine EU-Förderung beworben und den Zuschlag erhalten.

Das  IFBB-Verfahren ist das bisher als “Scheffer-Konzept“ bekannte Verfahren zur Produktion von Strom und Festbrennstoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen. Die Grundlage des Verfahrens wurde ursprünglich von Prof. Scheffer an der Uni Kassel erarbeitet. GETproject übernahm vor einigen Jahren die Verfahrensrechte und hat das Verfahren zur Marktreife weiter entwickelt.
Das Verfahren zielt auf eine gesteigerte Energieeffizienz bei der Nutzung feucht konservierter Biomassen (Silagen) ab. Das Grundprinzip besteht in der Trennung der Silage in eine flüssige und eine feste Phase. Der gewonnene Presssaft wird in einen Bioreaktor eingespeist. Das entstandene Biogas wird in einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK-Anlage) in Strom und Wärme umgewandelt. Der Presskuchen wird mittels der gewonnenen Wärme getrocknet und zu einem Festbrennstoff mit ähnlichen Eigenschaften wie Holzpellets verarbeitet.

GETproject GmbH & Co. KG hatte im vergangenen Jahr den Auftrag der Uni Kassel erhalten, die Demonstrationsanlage zu bauen.

Der erste Standort der Anlage befindet sich in Lauterbach im  Vogelsbergkreis in Hessen. Dort wird die Anlage Biomasse aus FFH-Flächen (u.a. Ausgleichsflächen für den Flughafen Frankfurt) zu elektrischer Energie und festen Brennstoffen verarbeiten.

In den darauf folgenden zwei Jahren wird die Anlage an den drei verschiedenen Standorten in Deutschland, England und Lettland betrieben, um die Eignung des Verfahrens nachzuweisen.

Das Demonstrationsprogramm mit dem Namen PROGRASS wird von der Universität Kassel koordiniert. In das  Verfahren sind eine ganze Reihe Projektpartner eingebunden: www.prograss.eu
Die gesamte Anlage ist in zwei 20-Fuss-Containern aufgebaut. In einem Container wird die Konditionierung der Biomasse und deren anschließende Trennung in eine Feststoff- und Flüssigphase durchgeführt. In dem zweiten Container befinden sich Feststoff-Fermenter, in denen die in der Flüssigphase enthaltenen organischen Pflanzenbestandteile in Methangas umwandelt werden.
Um einen einfachen Transport der  Anlage von einem zum nächsten Standort in Europa zu ermöglichen, sind die beiden Container auf ein Fahrgestell montiert worden.

Mit der Inbetriebnahme am heutigen Dienstag geht das Projekt nun in seine Praxisphase.

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Mehr Informationen:
GETproject GmbH & Co. KG
Russeer Weg 149a - 24109 Kiel
Ansprechpartner für Rückfragen: Johann Götz
Tel: 0431-38960-0
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Per Lind
E-Mail: getpro@getproject.de
www.getproject.de


Weiteres Bildmaterial kann bei GETproject angefordert werden.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Hilke Lind


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